Snowboarden in Valmorel la belle!
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Die Piste direkt vorm Haus

Zwei Jahre waren wir nicht mehr mit unseren Schneebrettern unterwegs. Ging alles für die Weltreise drauf. Aber nun war es endlich wieder soweit: Der Berg ruft!!! Da wir immernoch kein Auto hatten, schlossen wir uns einer Gruppenfahrt nach Frankreich an. Für uns war es eine Premiere, denn weder hatten wir schon einmal eine solche Gruppenfahrt gemacht, noch waren wir jemals zum Boarden in Frankreich. Der günstige Preis der Tour war jedoch Argument genug. Vorher brauchte ich noch dringend neue Schuhe und - da ich bisher mit einem Step-In-System gefahren bin – neue Bindungen. Außerdem haben wir uns noch Helme und Rückenpanzer besorgt.

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Ohne Worte

Dann ging es endlich los, jedoch lagen erst einmal 12 Stunden Busfahrt vor uns (RIESEN Minus-Punkt in Richtung Frankreich). Endlich angekommen nutzten wir auch direkt den ersten Tag zum fahren. Das Wetter war nicht wirklich gut. Im Tal war es eigentlich schön, aber auf dem Berg war außer Nebel nichts zu sehen. Wir kamen uns auch erst ziemlich verloren vor. Die Jahre zuvor sind wir immer in das gleiche Skigebiet gefahren und da kennt man sich nach einer Weile halt gut aus. Aber in Valmorel war für uns alles neu und klein ist das Skigebiet auch nun wieder nicht. Auf der Piste wollten wir dann einen Mittagssnack zu uns nehmen, aber leider traf uns dann direkt die nächste Enttäuschung im Österreich-Frankreich-Vergleich. Obwohl wir noch eine recht nette Hütte erwischt hatten, waren zum einen die Preise sehr gesalzen, zum anderen merkten wir unmittelbar, wie sehr man sich doch nach dem österreichischen Hüttencharme sehnt. Ich möchte nicht in einer Skihütte sitzen, die einer Starbucks-Café-Lounge-Bar gleicht! Ich will Holztische und Bänke und Kaminfeuer und Weißbier und Gulaschsuppe! 

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Nebelalarm!

Auf dem Weg nach unten nahmen wir natürlich direkt die falsche Abfahrt und so mussten wir uns den Weg zu den Appartements zurückfragen. Natürlich wurden wir in die völlig falsche Richtung geschickt, aber wir habens ja doch direkt gefunden. Die Franzosen sind hier übrigens – trotz der sprachlichen Barrieren, denn wir sprechen kein oder kaum Französisch und für sie gilt das gleiche mit Englisch – sehr nett. Ganz anders in Paris, wo man als Deutscher ja ab und zu mal zu spüren bekommt, dann man nicht sooo gemocht ist. Ich will jetzt hier nicht mit Schubladendenken und Vorurteilen kommen, das sind einfach nur meine persönlichen Erfahrungen.

Endlich im Haus angekommen, wurde uns das Appartement für die nächste Woche eingeteilt. Schluck… GANZ oben im 5. Stock, kein Aufzug und das mit dem ganzen Gepäck. Völlig fertig nisteten wir uns dann im Zimmer ein. Die Unterkunft war einfach, aber nach den Unterkünften auf der Weltreise mehr als akzeptabel. Wie wir dann erfreulicherweise feststellten, hatte die Lage unseres Zimmers einen Riesenvorteil: wir waren nur eine Etage (es gab nämlich noch einen Ausgang) und ca. 100 m von der Piste entfernt! Ein Traum und ganz dickes Plus für Frankreich, denn in Österreich kann man so eine Lage kaum bezahlen! Was uns auch noch super gefallen hat, war der Baguette und Croissants-Lieferservice. Für die ganze Woche seines Aufenthaltes konnte man sich frische Baguettes und Croissants morgens an die Haustür liefern lassen. Genial! Aufstehen, Tür öffnen, frühstücken :-D !

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Hmmm...

Die nächsten Tage waren schlichtweg ein Traum!! Es gab soo viel Tiefschnee, dass wir eigentlich immer neben den Pisten alles abfahren konnten. Eine Piste wurde nicht präpariert und war daher gänzlich den Tiefschneefahrern vorbehalten. Die Sonne ließ sich leider kaum sehen, aber das konnte den Fahrspaß nicht trüben. Die Snowboarder der Gruppe (inkl. uns nur fünf Leute) hatten sich zusammengetan und einige kannten sich im Gebiet auch sehr gut aus, was für uns natürlich optimal war. Die Hütten sparten wir uns. Zum Mittagessen fuhren wir einfach schnell runter ins Apartement!

Abends gab es diverse Gruppenabende. Einmal bereitete jedes Apartment etwas zu essen vor und es kam ein wunderbares und sehr abwechslungsreiches Buffet heraus. Einen anderen Abend genossen wir regionale Delikatessen (Eindeutig ein Pluspunkt FÜR Frankreich) und Wein.

Bis auf eineinhalb Tage haben wir von der Sonne leider nicht viel gesehen. Stattdessen merkten wir die extreme Kältewelle, die Anfang Februar über Europa zog. Minus 25 Grad waren es teilweise. Da macht Liftfahren keinen Spaß mehr… Dennoch war der Schnee nach wie vor top und das Gebiet – im Vergleich zu den österreichischen Gebieten – leer!

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Fondue-Abend auf der Hütte

Am letzten Abend stand ein gemeinsames Fondue-Essen (wahlweise Fleisch oder Käse) in der Hütte mit anschließender Nachtabfahrt auf dem Plan. Die Nachtabfahrt war für uns Snowboarder ein Horror! Dadurch, dass viele Skianfänger mit von der Partie waren, nahm man einen Ziehweg, und das im Schneckentempo. Nach dem dritten Mal abschnallen beließen wir es dabei und warteten auch die richtige Piste!

Der Ort Valmorel ist sehr hübsch. Vor allem wenn man die sonst so lieblos dahingestellten Plattenbauten in den französischen Skiorten aus den Katalogen sieht. Da wir aber beim nächsten Winterurlaub hoffentlich ein Auto haben werden, wird unser Ziel wohl wieder Reit im Winkl heißen!

Bilder gibt’s wieder hier!

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One Night in Singapore…
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Für die letzte Nacht unserer Weltreise gönnten wir uns ein wenig Luxus und buchten uns im 5* Hotel Swissôtel the Stamford mit allem Pipapo ein. Nach sechs Monaten in Hostels, Campervans und Gästehäusern sehnten wir uns nach einem weichen Bett und einem sauberen und modernen Bad. Im 59. Stock hatten wir einen atemberaubenden Blick auf das neue Super-Hotel in Singapur, das Sands.

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Der Blick aus unserem Hotelzimmer

 

Unser Flug nach Hause ging bereits in der nächsten Nacht, dass Hotel bot uns daher die Nutzung des Executive Clubs an, was preislich günstiger war, als noch eine halbe Nacht mehr zu buchen. Der Executive Club beinhaltete freie Getränke und Snacks von 17-20 Uhr, sodass wir nicht einmal extra Abendessen kaufen mussten. Aber auch WLAN im Zimmer, ein besseres Frühstück und die Nutzung eines speziellen Raumes am nächsten Tag, in dem man sich noch frisch machen kann, bis man zum Flughafen aufbrechen muss war darin enthalten.

Sightseeing mit Vijay

Für Sightseeing hatten wir nach wie vor noch wenig Ambitionen, daher trafen wir uns lieber mit Vijay auf einen Kaffee. Vijay ist gebürtiger Inder, lebt aber in Singapur und wir lernten ihn in Indonesien auf unserer Komodo-Tour kennen. Schließlich sahen wir uns unter seiner Leitung doch noch ein wenig von der Stadt an.

Nach dem Essen im Executive Club (Rotwein und Käse, wir waren im Paradies :-D ) konnten wir uns noch schön im Extra-Zimmer frisch machen. Um zehn Uhr Abends ging es schließlich los zum Heimreisemarathon. Zuerst 7,5 Stunden Flug nach Dubai, wo wir drei Stunden Aufenthalt hatten, anschließend weitere 7,5 Stunden nach Düsseldorf.

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Schiffsstau in Singapur

Der erste Flug nach Dubai war schrecklich, weil sich unsere Sitze in dem Flieger nicht zurückstellen ließen und die Sitzfläche sich Richtung Knie hin erhob. Immer, wenn wir kurz vorm Einschlafen waren, wurden wir wach, weil unsere Beine einschliefen (welch Ironie). Auf dem Flug nach Düsseldorf hatten wir dafür umso mehr Glück, denn wir hatten die Notausstiegsreihe erwischt! Volle Beinfreiheit und persönliches Entertainment System!

Dann war es soweit! Deutschland hatte uns nach sechs Monaten Abwesenheit wieder!

Die wenigen Bilder von Singapur gibt’s wie immer hier!

 

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Endlich kiten!!!
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Sieh mal, nur eine Hand ;-)

YESSSSS!!!! Endlich war Wind da! Nach mehr als drei Wochen warten kam er gerade noch rechtzeitig… Wir spielten bereits mit dem Gedanken, unseren Aufenthalt auf Boracay zu verkürzen. Demnach war das also ein ganz tolles Timing vom Wind! Danke!

Wir nutzten diese Gelegenheit direkt um weiter Unterrichtsstunden zu nehmen, sogar mal mit kleineren Kites als einem 16er ;-) . Im Wasser von Bulabog Beach wimmelt es nur so von Seeigeln, daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch wir nähere Bekanntschaft mit ihnen machen konnten. Unsere Füße wurden zum Glück von Schuhen geschützt. Ohne die wäre es nicht gegangen, da man als Anfänger ja doch noch sehr häufig im Wasser steht. Schmerzhafterweise – im Nachhinein betrachtet aber auch urkomisch – setzte ich mich beim Wenden mitten in einen Seeigel hinein. Zum Glück konnte ich die Stacheln ganz aus meinem Allerwertesten ziehen, aber auch Mars, unser Kiteinstructor konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Um ein Bild von der Situation zu bekommen, stelle man sich einfach eine schöne Szene in einem Roadrunner und Kojote Comic vor, bei dem der Kojote auf einem Kaktus landet :-D . Die Essigbehandlung verhinderte wahrscheinlich dann noch schlimmeres und ich merkte zwei Tage später schon nichts mehr davon!

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es läuft...

In den folgenden Tagen holten wir auf und schafften es endlich Höhe zu laufen (fahren gegen den Wind) und zu wenden! Wir beide hatten fast gleichzeitig beim Fahren so einen “Klick”-Moment, nach dem alles plötzlich wie von selbst ging. Das war so ziemlich der GEILSTE Augeblick in unserem bisherigen Kitesurfleben!!! Wir waren überglücklich und strahlten bis über beide Ohren… Jetzt konnte die Kitesafari kommen!

Zur Kitesafari ging es an den letzten drei Tagen unseres Aufenthaltes in den Philippinen. In einer achtstündigen Bootsfahrt fuhren wir nach Seco Island, welches eher eine Sandback als eine Insel ist. Unsere Kiteinstructorin Carla überredeten wir dazu, uns zu begleiten, damit wir noch einen Aufpasser und Coach hatten. Der Plan für die Kitesafari war folgender: 1. Tag: Anfahrt, 1/2 Tag kitesurfen, Übernachtung am Strand, 2. Tag: KITESURFEN, Übernachtung auf dem Boot, 3. Tag: Abfahrt früh morgens zu einem weiteren Kitespot, 1/2 Tag kiten, Heimfahrt. Soweit der Plan ;-) .

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Seco Island

Als wir ankamen, waren bereits einige einheimische Fischer auf der Insel. Unter der Woche leben sie dort in einfachen Zelten um zu arbeiten und am Wochenende geht’s dann nach Hause. Mit einem kleinen Boot wurden wir und das Equipment peu à peu auf die Insel gebracht. Ca. 35 Knoten wehten uns zu diesem Zeitpunkt um die Ohren :-D (jetzt waren wir noch mehr erleichtert, dass Carla dabei war). Wir beide übten den ersten Tag auf der auflandigen Seite (für Anfänger ungefährlicher) zusammen mit Carla.

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Angekommen auf Seco

Ein kleiner 6,5 m² Schirm fliegt dann doch etwas anders als ein 12er oder ein 16er… Das Wasser war teilweise sehr flach, so dass wir noch mehr aufpassen mussten. Am Abend wurde lecker am Strand gegrillt, ein Lagerfeuer gemacht (eine Herausforderung bei dem starkem Wind) und noch lange bei Bier gequatscht. Wir schliefen am Strand auf einer Matte im Schlafsack, aber unter freiem Himmel. An für sich sehr romantisch und schön, jedoch waren wir am nächsten Morgen voller Sand (vor allem die Ohren), der Wind schläft halt nicht ;-) .

Nach dem Frühstück – für einige auch schon vorher – ging es weiter. Den ganzen Tag hatten wir zum kiten, und das wollten wir natürlich aus auskosten. Gemeinsam mit den anderen versuchten wir unser Glück nun auf der ablandigen Seite (Wind weht auf das Meer hinaus), was für uns Anfänger immer mit dem Risiko verbunden ist, nicht mehr zurückzukommen.

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Unser Lager

Ralf und ich fuhren eine ganze Weile, als plötzlich der Wind nachließ. Vom Strand signalisierte man uns auch schon, möglichst schnell den Rückweg einzuschlagen. Ralf gelang es dann auch und er wartete bereits am Strand, als mich ein erstes kleines Panikgefühl überkam. Ich kam irgendwie nicht mehr weiter zurück. Es ging zwar nicht weiter raus, aber der Wind reichte auch nicht aus für mich, um Höhe zu gewinnen und an Land zurückzukehren. Es kam natürlich es wie es kommen musste: der Schirm landete im Wasser und ich bekam ihn nicht mehr in die Luft. Der Wind reichte aber noch aus, um mich weiter hinauszuziehen. Ab und zu kam ich an kleinen Felsen, mir Halt bietenden Felsen, im Wasser vorbei und ich versuchte mit aller Kraft mich dagegen zu stemmen, jedoch ohne Erfolg. Irgendwann kam mir dann endlich die Idee, die 5. Leine zu ziehen, damit der Kite ganz flach auf dem Wasser liegt und der Wind unwirksam war. Auf diese Weise konnte ich langsam zurückgehen. Wieder sicheren Boden unter den Füßen kamen zum Glück auch schon die ersten Helfer um mir den Schirm – den ich mittlerweile wieder gestartet hatte – abzunehmen. Das musste auch sein, denn ich war völlig platt. Allein für den Weg wieder zurück zum Zelt brauchte ich eine Ewigkeit…

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WAS für ein Kitespot!

Am Nachmittag ging es bis zur völligen Erschöpfung weiter, aber Ralf und ich waren beide so heiß aufs kiten, dass wir nicht aufhören wollten. Schließlich mussten wir lange genug darauf warten! Irgendwann mussten wir aufhören, denn es ging zurück zum Boot, auf dem wir übernachten sollten. Mit phänomenaler Laune machten wir uns wieder einen schönen Abend und versuchten irgendwann zu schlafen. Versuchten, denn der Wellengang war grauenhaft (wir verteilten mehrere Kaugummis gegen Reiseübelkeit). Das Boot schwankte sehr stark und da Ralf und ich unsere Schlafplätze in den jeweils obersten Pritschen hatten, fiel das Einschlafen schon alleine durch die Befürchtung hinunterzufallen, doppelt so schwer.

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Motorschaden

Der nächste Morgen lieferte uns gleich zwei böse Überraschungen: der Schiffsmotor sprang nicht mehr an und – was ja viel schlimmer ist – es gab keinen Kaffee mehr!!! So ein Motorschaden wäre ja generell nicht schlimm. Wir alle hätten uns gefreut, noch etwas länger hier zu bleiben, aber für uns beide hieß es am nächsten Morgen “Abflug”. Wir MUSSTEN also zurück! Alternativpläne à la “wir fahren Euch mit einem kleinen Boot in ca. drei Stunden, in denen ihr pitschnass werdet, auf Land, dann fahrt Ihr einige Stunden mit dem Bus und dann wieder weiter mit dem Boot…” wurden bereits geschmiedet. Glücklicherweise gelang es nach etlichen Stunden mit Hilfe der einheimischen Fischer und der altbewährten “manuellen” Methode dann doch, den Motor wieder zu starten. Warum das jetzt überhaupt kaputt war, kann ich nicht so gut erklären. Das soll dann doch lieber der Ralf in einem Extrabeitrag oder so machen (sofern er mag)…

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Geschafft, Passagier wieder an Bord!

Als wir dann losfahren wollten, wurde Ralfs Basecap ins Wasser geweht und in einem impulsiven Moment, der durch die Zurufe der anderen noch befeuert wurde, sprang er einfach hinterher. Im Nachhinein wird er berichten, wie schnell er doch bei der Cap war, aber als er wieder zurückzuschwimmen wollte, kam er einfach keinen Meter mehr voran. Tja, die Strömung halt. Ich habe von weitem schon den leicht panischen Ausdruck in seinem Gesicht erkannt und sofort nach einem Rettungsring verlangt. “RettungsWAS? Gibt’s hier nicht…!”. So ungefähr lautete die Antwort. Also warfen wir eine Rettungsweste hinein, die auch – dank der starken Strömung – sehr schnell bei Ralf war. Wir signalisierten ihm einfach dort zu bleiben und fuhren mit dem Boot einmal um ihn herum, um ihn von der anderen Seite einzufischen. Wer braucht schon Kaffee, wenn man sowas hat?

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Kleine, neugierige Schulkinder

Schließlich fuhren wir weiter Richtung Boracay. Auf dem Weg hielten wir noch wie geplant an einem anderen Kitespot (das Boot machte den Motor aber nicht mehr aus ;-) ). Einige Stunden konnten wir noch dort noch verbringen, für Ralf und mich war kiten nicht möglich, da hier die Strömung extrem stark und gefährlich war. Ich ging dennoch mit an Land, um wenigstens ein paar Meter unter Aufsicht von Carla fahren zu können. Während ich (und einige andere, die sich untereinander abwechselten) dort an Land wartete, kamen auf einmal immer mehr Kinder und schauten uns neugierig zu. Ich glaube, dass es eine Schulklasse war, denn irgendwann kam eines der Kinder mit dem Klassenbuch an und bat uns, darin unseren Namen und Herkunft zu verewigen. Das taten wir natürlich gerne! Eine kleine Autogrammstunde, quasi ;-)

Bevor es dann endgültig wieder zurückging, konnten wir noch in ruhe Mittagessen (kleine Anekdote dazu: der Koch hatte nicht genug Essen für uns dabei und musste an diesem Stopp an Land gehen, um im dortigen Fischerdorf noch Lebensmittel einschl. Kaffee einzukaufen). Dann ging es bei wiedermal grauenhaftem Wellengang unzählige Stunden nach Boracay zurück. Abends gegen 23 Uhr kamen wir dann auch mal an. Abschied, Tricycle, packen, schlafen. So sah der Rest der Nacht für uns aus. Zu einer Abschiedsparty waren wir einfach nicht mehr imstande.

Früh um sechs Uhr wurden wir Richtung Flughafen abgeholt. Nächster (Kurz)Stopp: Singapur!

Bilder gibt’s wieder hier!

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Ok, der Wind will nicht, dann machen wir eben was anderes!
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Buh!

Nach nunmehr zwei Wochen auf Boracay waren wir bisher kaum zum kitesurfen gekommen. Dafür machten wir nähere Bekanntschaft mit Rum-Coke (Motto: “Die Cola ist nur für die Farbe”) und San Miguel light (weniger Kalorien, gleicher Alkoholgehalt :-D ).

Und ein weiteres Highlight nahte: Halloween!! Auf Boracay wird das Fest wie Karneval bei uns in Köln gefeiert, nur mit weniger Kleidung ;-) . Leider waren wir krank und konnten nicht lange mitfeiern, aber die paar Stunden, die wir durchhielten waren fantastisch! Mit viel Einfallsreichtum und Liebe werden hier die Kostüme gemacht – bestenfalls als sexy Variante -, von Deiters oder Karnevalswierts weit und breit keine Sicht. Ich lieh mir ein Kostüm (Squaw) und für Ralf bastelten wir ein Frankenstein’s Monster. Für die Halloween-Party auf Boracay kommen die Leute sogar extra aus Manila eingeflogen!

 

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"Nur" zu 6 im Tricyle

Nach Halloween gab es immer noch nicht genug Wind und so vertrieben wir uns weiter die Zeit und fuhren nach Puka und Diniwid Beach. Dort hat man – im Gegensatz zum White Beach – seine Ruhe und kann in Ruhe entspannen und sonnen. Fortbewegungsmittel Nummer eins auf Boracay sind die Tricycles, Mopeds mit Beiwagen, in die sich bis zu 8 Leute quetschen können (Gerüchte besagen, dass schon einmal mehr Menschen geschafft haben ;-) )!

 

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Pokern und Schwein...

Abends vertrieben wir uns die Zeit mit pokern oder kickern. Einmal bestellten wir dazu ein Spanferkel und die Resortbesitzerin Normeth besorgte alles andere an Köstlichkeiten.

Da die Aussicht auf Wind weiterhin schlecht war (10-tägige Komplettflaute), machten wir mit der russischen Clique einen Trip zu Ariel’s Point, wo man sich aus bis zu 16 Metern ins Meer stürzen kann, freie Drinks und Mittagessen inklusive.

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Aaaaaahhhhhhh!!!!

Die nutzten wir bereits auf dem einstündigen Hinweg mit dem Boot (was sonst) aus. Dort angekommen hatten wir die Wahl zwischen 3, 5, 7, 9, 12 und 16 Metern. Langsam steigerten wir uns mit der Höhe, was nicht wirklich leicht war. Wenn man einmal da oben steht und hinunterschaut, löst sich die Zielstrebigkeit, mit der man noch kurz vorher die Planke betrat, plötzlich in Luft auf.

Der Tag am Ariel’s Point war wunderbar! Bestes Wetter, tolle Leute und einfach richtig viel Spaß. Kurz gegen Ende sprang ich dann auch vom höchsten Punkt und weil es so schön war, gleich noch einmal (am nächsten Tag tat mir alles weh). Auf dem Rückweg verwandelte sich das Boot in ein Partyboot! Rum-Coke und Bier flossen in strömen, die Musik war laut aufgedreht und alle hatten Spaß und tanzten! Noch voll in dieser guten Stimmung feierten wir am White Beach in einer Strandbar weiter. Keine Ahnung, wann wir zu Hause waren ;-) .

Eine Kultbar für Kitesurfer ist die Exit-Bar am White Beach. Wenn man Kitesurfer bzw. lässige Leute sucht, findet man dort immer welche und irgendwie scheinen sich dort auch alle zu kennen. Einmal, an einem solchen Abend dort ereigneten sich zwei wichtige Geschehnisse, die unser Leben für immer verändern sollten:

  1. Aileen probierte Balut
  2. Wir lernten, wie man “richtig” Sambucca trinkt
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Balut gefälligst?

Kommen wir zu 1.: Sicherlich wird sich nun jeder fragen “Was bitte ist Balut?!?”. Balut ist eine auf den Philippinen (aber auch in anderen asiatischen Ländern) weit verbreitete Delikatesse. Dabei handelt es sich um ein ca. 10-18 Tage gebrütetes und anschließend gekochtes Hühner- oder Entenei. Das ganze sieht für europäische Augen extrem eklig aus. Ich selber habe es auch nicht ganz gegessen, sondern nur bei der Norwegerin, die es sich zu Versuchszwecken bestellt hat – probiert. Ich kann nur sagen, dass es viel, viel ekliger aussieht, als es schmeckt. Ich fand, dass es einfach nach Hühnerkleinsuppe schmeckte, aber mehr als probieren würde ich auch nicht.

Und nun zu 2.: Sambucca wird bei uns traditionell mit drei Kaffeebohnen getrunken. Vorher wird er kurz angezündet. Sambucca Philippino-Style heißt: Sambucca in den Mund (nicht runterschlucken), gut die Lippen abwischen, damit dort auch ja kein Sambucca übriggeblieben ist und anschließend den Sambucca im Mund anzünden. BAM! Wer es sehen will, muss wohl mit uns Sambucca trinken ;-) !

Bilder gibt’s wieder hier!

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Das große Warten auf den Wind
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Ein Monat…
Philippinen…
Boracay…
White Beach…
Bulabog Kitebeach…
Kitesurfen…
Chillen…

White Beach

White Beach

Hört sich gut an, oder? Das dachten wir uns auch. Nachdem wir beschlossen hatten, NICHT nach Neuseeland zu fliegen, sondern irgendwo im warmen einen Monat zu bleiben um Kitesurfen zu gehen, viel unsere Wahl schnell auf Boracay. Mit dem White Beach gelingt Boracay immer wieder die Platzierung in den Top 10 der schönsten Strände der Welt. Abgesehen davon ist es einer der wichtigsten Kitesurfspots in Asien und (wichtig für uns) gut für Anfänger geeignet. Auch die Windsaison sollte laut Quellen im Internet im November richtig loslegen. Wir waren also voller Vorfreude!!

Da es über das Internet nicht viele günstige Unterkünfte gab, gingen wir ein großes Risiko ein und buchten und bezahlten unser Zimmer für vier Wochen im Voraus. Im Nachhinein stellte sich natürlich heraus, dass wir völlig voreilig reagiert haben…

 

Oktoberfest im Biergarten

Oktoberfest im Biergarten

Im Resort angekommen, wirkte das Zimmer auf dem ersten Blick “ok”. Nicht luxuriös, eher einfach, aber ausreichend. Wir lernten auch direkt den netten Besitzer – ein Exil-Bayer, daher gab es im Resort auch einen bayerischen Biergarten – kennen. Wir unterhielten uns mit ihm und erfuhren direkt die erste Enttäuschung: letztes Jahr war der Wind Anfang November schon da, aber normal ist eher Ende November, Anfang Dezember… Ok, dachten wir uns, unsere Idee, in den ersten Tage ein paar Unterrichtsstunden zu nehmen, uns anschließend Equipment zu kaufen, um dann die restlichen Wochen ausschließlich auf dem Wasser zu verbringen, löste sich gerade in Luft (sehr windstille Luft) auf! Wir ließen uns aber nicht beirren, und freuten uns dennoch auf die bevorstehenden Wochen.

 

Aufwärmübung? Aufwärmübung!

Aufwärmübung? Aufwärmübung!

Am Abend dann der Super-Gau!! Nach einer näheren Inspektion der Betten (vor allem der Kissen), machten wir uns erfolglos auf die Suche nach einer Alternative. Irgendwann in der Nacht, gingen wir dann doch ins Zimmer. Die schimmelverseuchten Kissen tauschte ich mit Kissen aus einem anderen Zimmer und – dankbar für unsere Inlets – konnten wir irgendwann schlafen. Am nächsten Morgen beschwerten wir uns natürlich über alles und im Nullkommanichts wurden uns neue Kissen und Bettwäsche gekauft, sowie ein anderes Bett, ein Kühlschrank und ein Fernseher ins Zimmer gebracht!! Begründung für diesen inakzeptablen Zustand der Kissen und Matratzen war die hohe Luftfeuchtigkeit und natürlich auch die erst gerade beginnende Saison. Das erklärte auch, warum wir die sog. Alternativen, die wir aufsuchten, im ähnlichen Zustand vorfanden. Diese massive Ausbesserung unseres Zimmers und die freundliche Art der Angestellten, stimmten uns wieder um, sodass wir uns voll und ganz auf unsere Mission konzentrieren konnten: Kitesurfen!!! Doch da machte uns leider der Wind einen dicken Strich durch die Rechnung, er war nämlich nicht da!!!

 

Korean Honeymooners

Korean Honeymooners

Als passende Entschädigung für den nicht vorhandenen Wind und für unsere immer größere Sehnsucht nach Deutschland freuten wir uns auf das am Abend stattfindende Oktoberfest. Bier, Haxen und Oktoberfestmusik! Zwar kein vollständiger Ersatz für die kölsche Seele, aber zumindest einige deutsche Grundbedürfnisse konnten wir stillen ;-) .

Dann konnten wir doch endlich mal kiten. Es dauert zwar eine Weile, bis ein 16er Schirm aufgepumpt ist, aber das war nicht wichtig… hauptsache endlich kiten!!!

Die Leute im und rund um das Resort waren alle supernett! Tagsüber bei Windstille rumhängen, Biertrinken (ja, auch schon tagsüber), abends essen und feiern gehen. Ein Leben, an das man sich durchaus gewöhnen könnte! Am White Beach und in der D’Mall, wo sich alles touristische Leben abspielt, gibt es unzählige Clubs und Restaurants und Koreaner… wo man nur hinsieht, koreanische Touristen. Besonders süß anzusehen sind die korean honeymooners (Flitterwochen), für die es wohl das größte ist, sich in den Flitterwochen möglichst gleich anzuziehen. Das gibt ein teilweise sehr lustiges Bild ab ;-)

D'Talipapa

D'Talipapa

Eine schöne Adresse zum essen gehen auf Boracay ist der Fischmarkt D’Talipapa. Dort kann man sich frisch vom Markt allerlei Fisch bestellen und diesen und den umliegenden Restaurants nach seinen Wünschen zubereiten lassen. Yammi!!!

In den ersten zwei Wochen konnten wir leider noch nicht so viel kitesurfen wie wir wollten, aber noch waren wir zuversichtlich. Schließlich hatten wir noch ein paar Wochen Zeit! Für Sightseeing fehlte uns irgendwie auch noch die Motivation, daher lernten wir erst einmal, was es heißt, sich zu langweilen.

Bilder gibt es wieder hier!

 

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